Däns Computer-Corner
Lektion 2: SchlagRAM oder Wie kommt die Sahne auf den Kuchen?
(Jörg, 25.03.1999)
Heute geht es um die Hardware des Computers. Hardware ist
alles am Computer, was greifbar, also sichtbar und fühlbar ist.
Vielleicht hat Dän ja schon einmal in das geöffnete
Gehäuse eines Computers hineingeschaut. Dort finden sich die
verschiedensten Komponenten und natürlich jede Menge Kabel.
Am auffälligsten ist sicherlich diese große Platte mit den
vielen grün lackierten Kupferbahnen und den vielbeinigen
"Käfern". Das ist die Hauptplatine, auf Fachenglisch
Mainboard. Sie trägt einerseits den Prozessor, auch
CPU (Central Processing Unit) genannt, und andererseits den
Arbeitsspeicher, der auch RAM (Random Access Memory)
genannt wird. Nebenbei sind auf modernen Mainboards noch Anschlüsse
für weitere Geräte untergebracht.
Neben dem Mainboard gibt es noch die Festplatte
(Harddisk), das CD-ROM Laufwerk, ein
Diskettenlaufwerk und verschiedene Steckkarten. Eine
dieser Steckkarten ist die Grafikkarte, die im Arbeitsspeicher
des Computers als Daten befindliche Bilder für den Monitor
aufbereitet und über das Bildschirmkabel an den Monitor schickt.
Der Arbeitsspeicher ist ein Speicher, der beim Abschalten des Computers
seine Informationen verliert. Andererseits kann man in diesem Speicher
sehr schnell Daten kurzzeitig speichern und wieder aus ihm lesen.
Programme arbeiten normalerweise nur mit dem Arbeitsspeicher.
Die Festplatte speichert Daten dauerhaft auf Magnetplatten, die sich
unter Luftabschluß in einem staubfreien Kasten drehen. Sie gibt
deshalb auch stets ein mehr oder weniger lautes Summen von sich. Der
dauerhaften Datenspeicherung steht der Nachteil der geringeren
Geschwindigkeit gegenüber; Festplatten sind etwa um den Faktor 10
bis 100 langsamer als der RAM-Speicher.
Der Prozessor kann nichts anderes als Daten aus dem RAM-Speicher
anzufordern, sie mit Rechenoperationen zu verknüpfen und wieder im
RAM abzulegen -- das aber sehr schnell.
Wenn nun ein Programm gestartet wird, werden die Daten, die das Programm
beschreiben (also die Folge von Anweisungen für den Prozessor), von
der Festplatte gelesen und in den Arbeitsspeicher kopiert. Sie befinden
sich nun also sowohl auf der Festplatte als auch im Arbeitsspeicher. Der
Prozessor beginnt dann damit, die Programmdaten aus dem RAM zu lesen und
auszuführen. Im Programmverlauf werden dann auch Nutzdaten
aus dem RAM gelesen oder dort abgelegt, denn irgendetwas soll das
Programm ja machen, also ein Ergebnis liefern.
Der Prozessor kann weiterhin veranlassen, daß Daten zwischen RAM
und Festplatte ausgetauscht werden. Das geschieht zum Beispiel dann,
wenn man einen Text öffnet oder speichert.
Zum Abschluß noch ein paar Worte zu den Zahlen, die in den bunten
Werbeprospekten der Computerdiscounter immer genannt werden:
- RAM-Größe: wird in Megabyte (MB) angegeben. Ein
MB sind 2 hoch 20 Byte, das sind etwa eine Million. Ein Byte
besteht aus 8 Bit, wobei ein Bit die kleinste Informationseinheit
der digitalen Welt ist (einfach "0" und "1" oder FALSCH oder WAHR).
Heutige Computer haben 32 bis 128 MB RAM.
- Festplattengröße: wird in Gigabyte (GB)
angegeben. Ein GB sind 2 hoch 30 Byte, also etwa eine Milliarde. Heutige
Festplatten haben 2 bis 20 GB.
- Megahertz: bezeichnet den Takt des Prozessors. Der Prozessor kann
seine Arbeitsschritte nur taktweise ausführen. Je höher der
Takt, desto schneller arbeitet der Prozessor. Normal sind im Moment 300
bis 450 Megahertz (MHz).
Nun ist zwar immernoch keine Sahne auf dem Kuchen, aber wir haben nach
dieser doch sehr kurzen Lektion sicherlich hunger auf so ein richtig
leckeres, kühles Stück Kirschtorte...
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Lektion 1:
Internet, WWW, E-Mail und Co. (von mona)
Lektion 2:
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Lektion 3:
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