The revenge of the bananas

"Alles Banane?" dachten die Langfrüchte so bei sich, aber mit etwas Wehmut, denn ... ... die Wise Guys hatten aufgehört ihr Lied zu singen!

"Na wartet!", grummelten sie, und vor Ärger bekamen einige schon braune Flecken. Die grünen Jungbananen, die schon im Lied nicht so gut wegkamen, grumpten etwas von Rache und begannen einen grottenschlechten Song zu dichten. Er sollte heißen "Alles nur Wise Guys" und zu einer bekannten Melodie gesungen werden können, aber leider kamen sie in ihrer Dichtung nicht über das gröbste "Dän-im-Opener-Niveau" hinaus, und die Zeilen fraßen sich eher selber auf als daß sie sich reimen wollten.

Betrübt dachten einige an rituellen Selbstmord (der bei Bananen so aussieht, daß sie sich zwischen einen Affen und einen Professor legen und teilen lassen), fast die Hälfte war schon dazu übergegangen alte Menschen zu imitieren, indem sie matschig und braun wurden.

Da plötzlich kam einem besonders stattlichen Exemplar, auf das sicher sogar der berüchtigte Kings Size Dick neidisch geworden wäre, die rettende Idee: "Laßt uns zu den Konspirativen gehen, die geben uns ganz sicher Asyl und lassen uns nicht in Vergessenheit geraten!"

Gesagt, getan, schon stürzten sie an den Computer - der aber leider gerade abgestürzt war, da jemand die Fenster über Nacht aufgelassen hatte. Während sie nun noch überlegten, wieviele von ihnen denn jetzt für den gefürchteten Affengriff (Str+Alt+Entf) gebraucht würden, geschah was in solch einer Geschichte einfach geschehen muß: Eine gute Fee kam vorbei.

(Eigentlich wollte diese nur mal schnell auf den Markt um sich etwas Obst zu kaufen, aber beim Anblick unserer armen Helden packte sie doch das Mitleid, und so steckte sie schnell ihre schwarze Einkaufstasche mit dem weißen Logo einer A-Cappella Gruppe und das Obstmesserchen weg, um ihnen zu helfen.) Vor Aufregung wurden zwei der jüngeren so rot, daß eigentlich nur noch die Form sie vor einer Verwechslung mit Tomaten bewahrte, und der Fee lief bei diesem Anblick schier das Wasser im Mund zusammen. (Na ja, auch gute Feen haben schonmal ihre Gelüste, was soll man machen?) "Seht Ihr aber blaß aus", meinte sie, "soll ich Euch nicht mal etwas Farbe verschaffen? Ich dachte da an eine Schnellkur mit ein wenig Zucker und Zimt..." Daß dabei auch eine Pfanne eine nicht unbeträchtliche Rolle spielen sollte, ließ sie hier einfach mal unerwähnt.

Mißtrauisch beäugten unsere Lieben die anscheinend doch etwas seltsame alte Frau und zogen sich ganz langsam in Richtung Supermarkt zurück, in der stillen Hoffnung, daß man sie dort wenigstens nicht stehlen werde. Während sie auf dem Weg dorthin noch heftigst darüber debattierten, ob vielleicht die Gründung einer Selbsthilfegruppe (vielleicht mit einem klangvollen und einprägsamen Namen wie "SHGDGB", was soviel heißen sollte wie "Selbsthilfegruppe der geschädigten Bananen") das adäquate Mittel zum Erreichen ihres Comebacks sei, wenn auch vielleicht erst in 99 Jahren, rief plötzlich Charlie aus, man könne sich doch als Fische verkleiden und in das Filmgeschäft einsteigen. "Ach wo!", meinten die Anderen, "Du weißt doch, daß es Flunder immer wieder gibt! Die sind fast so häufig wie Bässe...", spöttelten sie. Da versank Charlie in tiefer Trauer, aus der ihn auch nur stundenlanges Blasen auf seinem Saxophon wieder hervorholen konnte.

Wenn die anderen Hände gehabt hätten, dann hätten sie sie nun dazu benutzt, sich die Ohren zuzuhalten (wenn sie welche gehabt hätten), aber so konnten sie nur rufen: "Charlie, lach doch mal!", da sie wußten, daß er lachend nicht weiterspielen konnte. Und da zogen sie nun hin, dem roten Sonnenuntergang entgegen, leise schwermütige Cowboyballaden vor sich her singend, und was aus ihnen geworden ist, das weiß noch nicht einmal ich als Erzähler.

Aber paßt auf! Denn eines Tages werden sie zurückkehren, und dann wird ihre Rache fürchterlich sein... oder vielleicht auch nur lächerlich, wer weiß das schon so genau.